Die Geschichte

Herkunft und Entwicklung

Ende des 19. Jahrhunderts waren graue Rinder über weite Teile der Ostalpen verbreitet.
Durch die verschiedenartigen Zuchtgebiete und Abgeschiedenheiten der Täler
entwickelten sich lokale Schläge. So unterschied man im Kanton Graubünden vor allem
zwischen dem kleineren, leichteren Albula-Grauvieh und dem grösseren schwereren
Oberländer Schlag. Das Grauvieh genoss bis in die zwanziger Jahre einen guten Ruf als
Arbeits-, Mast- und Milchtier. Dann verschwanden die Tiere allmählich, da sie in der
zahlenmässig grösseren Braunviehpopulation aufgingen.
Im Tirol, vor allem im Oberinntal und in der Finstermünzschlucht, wohin oft Stiere des
Albulaschlages ausgetauscht wurden, konnten sich noch etliche kleinrahmige Tiere des
alten Schlages halten. Von dort wurden von der Pro Specie Rara ab 1985 wieder Tiere in
die Schweiz eingeführt. 1990 wurde der Schweizerische Grauviehzuchtverein gegründet,
der 1992 von der Genossenschaft der Grauviehzüchter GdG abgelöst wurde.
Im Jahre 2015 wurde der Name in Rätisches Grauvieh Schweiz RGS umgewandelt. Am 4.Dezember 2016 wurde die Rechtsform von Genossenschaft auf Verein geändert. Das Zuchtbuch wurde auf den 1. Januar 2017 zu Braunvieh Schweiz gezügelt. Für die Züchter hat sich dadurch nur sehr wenig geändert. 
Der Verein Rätisches Grauvieh Schweiz RGS ist verantwortlich für die Ausführung
der Massnahmen und Aufgaben nach den Herdebuchvorschriften und Reglemente von Braunvieh Schweiz, sowie die von der Generalversammlung genehmigte, rassenbezogenen Vorschriften (Zuchtbegleiter, Verordnungen).

Seit 1997 wurden keine Tiere mehr importiert.

Heutige Verbreitung

Mittlerweile ist das Rätische Grauvieh fast in der ganzen Schweiz verbreitet. Die meisten Tiere und Betriebe sind im Kanton Bern erfasst, gefolgt vom Kanton Graubünden und Zürich.

Wir können auch sagen, dass wir vermehrt grössere Betriebe mit aktiven Züchtern beim Rätischen Grauvieh Schweiz haben. Über tierische-raritäten.ch sind auch oft Tiere ausgeschrieben die im Zuchtbuch erfasst sind.

Unter Kontakte sind Informanten zu finden, die gerne Auskunft über das Rätische Grauvieh geben.